Vom Verdingkind zum Bäcker und Marathonläufer
Anton Leimgruber hatte ein bewegtes Leben. Erst kürzlich wurde er 91 Jahre alt.

Mit 18 Monaten musste der kleine Toni weg von seinen leiblichen Eltern. Er war ein Verdingkind und kam in den Kanton Freiburg zur Familie Brügger nach Düdingen, die selbst keine Kinder haben konnte. So begann die Geschichte von Toni, der später als "Bäcker-Toni" bekannt wurde.
Brüggers waren meine Familie und ich war ihr einziges Kind. Plötzlich aber fragte ich mich schon, wieso ich eigentlich Leimgruber und nicht Brügger hiess?
Als Jugendlicher begann Anton Leimgruber eine Lehre als Bäcker in der Stadt Freiburg. Später hatte er seine eigene Bäckerei in Düdingen. Obwohl er ein erfülltes Leben führte, viel Sport getrieben hat, unter anderem fünfzig Mal den Murtenlauf gerannt ist, und an der Seniorenolympiade das olympische Feuer tragen durfte, plagte ihn immer wieder die Frage: Woher komme ich?

Seine leiblichen Eltern lernte Anton Leimgruber nie wirklich kennen, dafür aber einen Teil seiner sieben Geschwister. Zum 80. Geburtstag machten sich Tonis Kinder auf die Suche. Einen Bruder konnten sie ausfindig machen. Obwohl sie sich vorher nie gesehen hatten, war die Zusammenkunft ausserordentlich schön, sagte Anton Leimgruber mit Tränen in den Augen.